Dienstag, 31. Januar 2012

Sprudelpralinen


weihnachtliche Pralinen

Produktinformationen

Eigenschaften und Wirkung:
Diese Badepralinen bescheren einem ein fröhliches Vollbad und pflegen ganz nebenbei auch noch deine Haut! Das liegt an der enthaltenen Kakao- und Sheabutter, die beim Baden schmelzen und eine gepflegte Haut hinterlassen. Sie sind etwas leichter als die reinen Oleo-Pralinen, da sie neben den Fetten noch viel Natron und Zitronensäure enthalten, welche für ein sanftes Sprudeln sorgen.

Die Pralinen lösen sich langsam aber sicher im Badewasser unter sanftem Sprudeln (Reaktion von Natron und Zitronensäure) auf und werden dabei immer weicher. Irgendwann haben sie sich völlig aufgelöst und befinden sich nun in kleinsten Fettpartikeln im Badewasser (dank des Emulgators Mulsifan). Diese Pralinchen sind schön hart, schmelzen kaum auf der Hand und haben eine glatte Oberfläche.
Ich rate euch, nicht eure Haare in diesem Badewasser zu waschen, da sie sonst fettig werden können.  Das schadet zwar nicht, sieht aber nicht so gut aus. Wascht eure Haare lieber vorher schnell im ölfreien Badewasser und steckt sie dann hoch.

Anwendung:
1-3 Pralinen ins warm-heiße Badewasser geben und sich auflösen lassen. Dies dauert ca 5 Minuten. Anschließend das Bad genießen!

Hauptinhaltsstoffe:
Kakaobutter, Sheabutter: pflegende Ölkomponenten
Milchpulver: pflegt und emulgiert ein wenig
Natron, Zitronensäure: sorgt für das Auflösen in einem sanften Sprudeln

Zum Nachrühren

Rühr-Aufwand (1-5):
2

Rührutensilien:
1 Becherglas zum Schmelzen der Kakaobutter 
1 großes Becherglas zum Mischen
oder
1Schüssel
1 Mikrowellen/Herdplatten geeignetes Gefäß zum Schmelzen

1 Löffel

Rezept:

Alle Angaben in Prozent
100 % = 100 g

20 Natron
15 Zitronensäure
15 Milchpulver
4 Slsa
33 Kakaobutter
10 Sheabutter
3 Mulsifan

Herstellung:
  1. Milchpulver, Natron und Zitronensäure in einem Glas abwiegen und gut verrühren
  2. Kakaobutter und Sheabutter in zweiten Becherglas schmelzen, ACHTUNG: Temp. sollte nicht über 40-45°C steigen, da sich sonst das Natron, womit die Fette nachher gemischt werden, unter Gasbildung zersetzt. Ist es dennoch heißer geworden auf diese Temp. abkühlen lassen.
  3. zu den Fetten Mulsifan und ggf. Duft hinzugeben, umrühren
  4. nun die Fette in die Pulver geben und mit einem Löffel umrühren
  5. die Masse solange weiterrühren, bis sie eine Temperatur von <30°C (27-29°C waren bei mir erfolgreich) erreicht hat. Dadurch härtet die Masse anschließend in der Form schneller aus und die Pulverbestandteile setzen sich nicht am Boden der Förmchen ab.
  6. nach 30 Min. im Kühlschrank können die Pralinen ausgeformt werden

Hinweis:
***Als Emulgatoren für Badeprodukte stehen uns mehrere Alternativen zur Verfügung, ob künstlich hergestellt oder natürlichen Ursprungs:
  • Mulsifan = Kaltemulgator, PEG basiert, künstlich, Einsatzkonzentration: 2-3% in Badebomben, 5-10% in Badepralinen/Duschölen, farblose Flüssigkeit, emulgiert sehr effektiv
  • Lysolecithin = aus natürlichem Lecithin bestehend, Einsatzkonzentration: 10%, färbt jedoch bräunlich und hat einen starken Eigengeruch, braunes Gel
  • Dermofeel PP= ein natürlicher Ester der Palmitinsäure, geruchslos, hellgelbe Paste
Mögliche Tenside:
  • SLSA  (Sodium Lauryl Sulfoacetat) oder SCS (Sodium Coco Sulfat von aromazone, Frankreich) = Pulvertensid, natürlichen Ursprungs, Einsatzkonzentration 4-10%

Würfelpralinen


Kommentare:

  1. Ui, die sind ja super süß :)

    Badepralinchen hab ich auch schonmal gemacht... zufällig auch genau in der gleichen Form ;)

    Einen tollen Blog hast du! Bist jetzt verfolgt ;)

    LG Anna

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  2. Dankeschöön ;) ! Da muss ich bei deinem doch auch gleich mal vorbeischaun.
    Irgendwie bin ich zur Zeit im Bade-Fieber :D .

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  3. Auch dieses Rezept habe ich ausprobiert. Leider hat es bei mir mit der Farbe nicht so toll geklappt. Verräts du mir, mit welchen Farben du arbeitest?

    LG Patrizia

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  4. Huhu,
    ich habe ein Kosmetipigment - das heißt es ist ein Pigment, dass in Pulverform vorliegt. Wenn ich davon 1-2 Msp. dazugebe, färbt das ganz anständig, ist sehr ergiebig :) . Was hast du denn verwendet? Flüssige Lebensmittelfarben zb würden schlechter funktionieren.

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  5. Huhu BananaBee
    Ich habe schon Pigment von Behawe und der Kosmetikmacherei ausprobiert. Bei beiden setzt sich teilweise die Farbe nach unten ab. Bis jetzt habe ich nur Pulver ausprobiert. Ich schau mal, ob ich ein Kosmetikpigment finde, das auch so färbt, wie ich mir das wünsche.

    Vielen Dank für deine Antwort.

    LG Patrizia

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  6. Mh das ist seltsam. Ich nehme auch ganz gewöhnliches rotes Pigment, habs von dragonspice. Und durch das das Milchpulger und Natron wird das auch gut in der Schwebe gehalten, ist bei mir immer ganz leicht zu färben.
    Die Masse sollte halt beim Abfüllen recht dick sein, aber das ist bei diesem Rezept kein Problem, da es so viele Pulver enthält. Das Absinken ist bei mir nur ein Problem, wenn ich reine Fett Pralinen mache.

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  7. Vielen Dank für deine Erklärung. Ich schau mal bei Dragonspice, was die für Pigmente haben. Noch eine letzte Frage, sind die Pigmente Öl- oder Wasserlöslich?

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  8. Uff das kann ich dir gar nicht sagen.
    In Badebomben (wasserfrei) funktionieren sie super, aber in reinen Fettpralinen sinken sie gerne ab. Ich würde mal vermuten, wasserlöslich?
    Da steht auch nichts drauf.

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  9. Trotzdem vielen Dank für deine lieben Antworten. :-)

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  10. Hallo Bananabee,
    Du führst SLSA zwischen den Emulgatoren auf. Das ist missverständlich für Einsteiger; sie könnten denken, dass man z.B. Mulsifan durch SLSA austauschen könnte. Und das ist nicht der Fall.
    Magst Du es korrigieren?
    Du meinst doch sicherlich, dass man SLSA zusätzlich zu einem der drei aufgeführten Emulgatoren zufügen könnte, um neben der Pflege auch noch Schaum zu erzielen.

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    1. Huhu, ja das ist mir bereits aufgefallen, da es im seifentreff angesprochen wurde. Allerdings habe ich es noch nicht in allen Beiträgen abgeändert, da ich zur Zeit nicht an meinem Blog arbeite, da ich im Moment einfach so viel um die Ohren habe. Ich hatte immer das Gefühl, slsa hat auch eine emulgierende Wirkung, da Tenside ja auch Emulgatoren sind und Fett mit Wasser verbinden. Habe es nun jedoch noch einmal extra aufgeführt ;) .

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  11. bin über pinterest auf deine schöne seite gestoßen, wunderbar! ich bin die autorin einiger aromatherapie-bücher, lebe in irland am meer, bin früher in bad godesberg, also gar nicht so weit von dir, zur schule gegangen. ich bin seit über 25 jahren selbst-mach-kosmetik-süchtig, also eine richtig olle schachtel! aber ans seifensieden habe ich mich noch nicht getraut, wie du schreibst, ist der süchtig-faktor noch schlimmer... finde es super, wie du dieser leidenschaft nicht nur hobby-mäßig sondern gleich beruflich nachgehst und auch noch deine schönen rezepturen teilst, danke!

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    1. Hallo Eliane und vielen Dank für dein Lob! Jetzt wo du es sagst, ich habe schon mal von dir gehört, ich glaube Heike Käser hat mal irgendwo über dich berichtet. Super, dass du meinen Blog gefunden hast. Und du kannst mir glauben: Seife machen macht definitiv süchtig ;) . Aber wenn man diesen "Selbst Mach Virus" einmal in sich drin hat, bekommt man ihn nicht mehr raus, das kennst du sicherlich auch. Es macht einfach Spaß!

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  12. Kann statt Kokosöl auch ein anderes Öl verwendet werden?

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    1. Du kannst auch ein anderes Öl nehmen, keine Frage ;) .

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